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Öffentliche Auslegungen

Öffentlichkeitsbeteiligung

Auf dieser Seite sind die aktuellen Bauleitplanverfahren aufgelistet, die sich gemäß den §§ 3 und 4 Baugesetzbuch (BauGB) in der Öffentlichkeitsbeteiligung befinden. Durch Anklicken des jeweiligen Verfahrens können Sie die gesamten ausgelegten Unterlagen in pdf-Form ansehen oder herunterladen. Selbstverständlich liegen die Planunterlagen auch wie bisher im Stadtbauamt der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, 88131 Lindau (B) während der Öffnungszeiten öffentlich aus und können dort eingesehen werden.

Sie haben die Möglichkeit, während der Auslegungszeit Ihre Stellungnahme schriftlich oder zur Niederschrift beim Stadtplanungsamt abzugeben.

Durch Anklicken des jeweiligen Verfahrens können Sie die gesamten ausgelegten Unterlagen in pdf-Form ansehen oder herunterladen. Bei Bedarf reichen wir Ihnen die Unterlagen auch in Papierform nach. Bitte wenden Sie sich dazu an den jeweiligen Ansprechpartner.

Öffentliche Auslegungen

Öffentliche Auslegungen finden Sie, wenn Sie auf die jeweiligen Überschriften klicken.

Bebauungsplan Nr. 33 „Lehmgrubenweg“,  1. Änderung „Beherbergungsbetriebe“
– frühzeitige öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB –

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat am 24.06.2020 in öffentlicher Sitzung die Aufstellung der 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 33 „Lehmgrubenweg“ gemäß § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen. In der Sitzung am 27.10.2021 wurde vom Stadtrat der Vorentwurf zur 1. Änderung „Beherbergungsbetriebe“ zum Bebauungsplan Nr. 33 „Lehmgrubenweg“ mit Stand vom 10.09.2021 gebilligt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB sowie parallel dazu die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB zum Bauleitplanverfahren beschlossen.

Ziel und Zweck der Planung

Mit der Änderung des Bebauungsplanes wird das Ziel verfolgt, in dem bestehenden Gewerbegebiet, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Ausschlüssen von Nutzungen, Beherbergungsbetriebe auszuschließen.

Aufgrund der besonderen landschaftlichen und topografischen Lage stehen wenig gewerblich nutz­­bare Flächen im Stadtgebiet Lindau zur Verfügung. Es besteht deshalb ein hoher Bedarf, die vorhandenen Gewerbegebiete für eine dementsprechende Nutzung zu sichern. Das Ziel der Kon­zentration von Gewerbebetrieben ist vor allem der Schutz vor Immissionen und einem hohen Ver­kehrsaufkommen in anderen Bereichen des Stadtgebietes. Demensprechend ist eine über­örtliche Verkehrsanbindung zur Bundesautobahn 96 und die Bregenzer Straße bzw. den Autobahnzubringer hierfür zielführend. Des Weiteren sind großflächige und vor allem flache Grundstücke von Nöten, um die Erfordernisse der Gewerbebetriebe erfüllen zu können.

Die in der Stadt Lindau noch verfügbaren Gewerbegebiete, wie sie im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind, stehen anderen gewerblichen Strukturen zur Verfügung bzw. sind nicht für eine etwaige Nutzung zugänglich. Das Gewerbegebiet „Priel“ soll überwiegend kleineren Hand­werks­betrieben die Möglichkeit bieten, sich an einem Gewerbestandort anzusiedeln, außerdem ist die verkehrliche Erschließung nicht vergleichbar mit der des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße. Die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes an der Autobahn wird aktuell als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Diese befinden sich nicht im Eigentum der Stadt Lindau und werden in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung stehen.

In dem Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße sollen die bauleitplanerisch gesicherten Gewerbegebietsflächen vor­nehmlich ge­werb­lichen Nutzungen wie Produktion oder Büros vor­be­halten bleiben. Die bereits sehr knappen gewerblichen Flächen sollen nicht für Einzelhandelsbetriebe oder für Beherbergungsbetriebe in Anspruch genommen werden. Für Einzelhandelsbetriebe besteht zum einen innerhalb eines Gewerbebetriebes nur ein sehr geringer Versorgungsbedarf, zum anderen wird durch die Auslagerung dieser Betriebe die Nahversorgung in Innenstadtbereichen gefährdet.

Beherbergungsbetriebe sollen überwiegend an touristisch attraktiven Standorten angesiedelt werden. Eine Konzentration der touristischen Entwicklung ist demnach vor allem in Inselnähe ge­wünscht. Die Nutzungsstruktur von einem Hotel in einem Gewerbegebiet bzw. in un­mittel­barer Nähe zur Autobahn zieht insbesondere Kurzzeittouristen (z.B. Durchreisende für Zwischenübernachtungen oder Geschäftsreisende) an, welche nicht den Tourismusstandort Lindau als solchen nutzen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass innerhalb des Gewerbegebietes schützenswerte Nutz­ungen entstehen, die aus Sicht des Immissionsschutzes zu berücksichtigen sind und da­durch die bestehenden Betriebe einschränken. Den bestehenden Betrieben soll aber ausreichend Bestandsschutz, ohne Befürchtungen zu nötigen Änderungen ihrer Produktionsabläufe, gewährleistet werden. Außerdem sollen sie gegebenenfalls erweitern können, wenn hierfür noch ausreichend Reserven zur Verfügung stehen.

Die vorhandenen, ausgewiesenen Ge­werbe­gebiete sollen aus aufgeführten Gründen zur Ansiedelung von Ge­werbe­betrieben, vor­zugs­weise pro­du­zier­en­dem Gewerbe, zur Verfügung stehen. Eine Nutzungssteuerung zur Sicherung der städtebaulichen Ziele durch Änderung des Bebauungsplanes ist demnach notwendig.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Das Plangebiet befindet sich südlich der Bregenzer Straße im östlichen Teilbereich des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Reutin und umfasst eine Größe von ca. 2,6 ha. Das Plangebiet grenzt im Norden an zwei sich ebenfalls in Aufstellung befindliche Bebauungspläne an. Diese Bebauungspläne setzen ebenfalls Gewerbegebiete mit Einschränkungen bestimmter Nutzungsarten fest. Im Süden wird der Geltungsbereich durch das gewerblich genutzte Firmengelände von Cooper Standard begrenzt.

Der Planbereich ist bereits durch eine gewerblich genutzte Bebauung geprägt, es sind jedoch noch einige Baulücken vorhanden, welche für weitere bauliche Entwicklung zur Verfügung stehen.

Innerhalb des Änderungsbereiches befinden sich folgende Grundstücke mit den Fl.-Nrn.: 1309/1 (Teilfläche), 1767, 1767/4 (Teilfläche), 1767/5, 1767/6, 1771 (Teilfläche), 1771/1, 1772 (Teilfläche), 1772/2, 1777/110 (Teilfläche), 1778/2 (Teilfläche), 1778/6, 1870, 1871, 1871/1, 1871/2 (Teilfläche), 1872 und 1873/1 (Teilfläche), Gemarkung Reutin.


Lageplan zum Aufstellungsbeschluss der 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 33 „Lehmgrubenweg“ mit Stand vom 10.09.2021 (verkleinerte Darstellung, unmaßstäblich)

Frühzeitige Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB

Der Vorentwurf in der Fassung vom 10.09.2021 liegt mit seiner Begründung in der Zeit von

Montag, den 08.11.2021 bis einschließlich Mittwoch, den 08.12.2021

im Foyer des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können während dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Aufgrund des derzeit eingeschränkten Publikumsverkehrs bitten wir zu den vorgenannten Zeiten um telefonische Terminvereinbarung, falls eine persönliche Einsichtnahme gewünscht ist.

Die Planunterlagen / die auszulegenden Unterlagen können Sie auch hier aufrufen und einsehen:

  1. Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 33 »Lehmgrubenweg«, 1. Änderung »Beherbergungsbetriebe« mit Stand vom 10.09.2021
  2. Begründung zum Bebauungsplan Nr. 33 »Lehmgrubenweg«, 1. Änderung »Beherbergungsbetriebe« mit Stand vom 10.09.2021
  3. Rechtsverbindlicher Bebauungsplan Nr. 33 »Lehmgrubenweg«

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung werden vom Stadtbauamt über-prüft und anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entschließt hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplanes führen.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplanes können Sie sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Selina Schöller-Mann, unter der Telefonnummer 08382 / 918 614 oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse senden:

Stadtbauamt Lindau (B)
Abt. Stadtplanung, Umwelt und Vermessung
Bregenzer Straße 8
88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an:

stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buch-stabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren” das ebenfalls öffentlich ausliegt.

Bebauungsplan Nr. 50 "Nördlich der Schachener Straße",
11. Änderung "Ferienwohnungen"
– Öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB –

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat am 27.10.2021 in seiner öffentlichen Sitzung den Entwurf vom 20.09.2021 des Bebauungsplanes Nr. 50 "Nördlich der Schachener Straße", 11. Änderung "Ferienwohnungen" gebilligt. Zugleich wurde vom Stadtrat der Stadt Lindau (B) die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB und parallel dazu die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB beschlossen.

Ziel und Zweck der Planung

Ziel ist die Steuerung von Ferienwohnungen innerhalb des Plangebietes „Nördlich der Schachener Straße“.

In den vergangenen Jahren 2019 und 2020 sind vermehrt Bauanträge und Anfragen zur Genehmigung von Ferienwohnungen für das gesamte Stadtgebiet eingegangen – darunter vier in Bestandsgebäuden im Plangebiet. Durch Ortsbegehungen und Internetrecherche konnten weitere Angebote an Ferienwohnungen im Plangebiet bestätigt werden.

Insgesamt gibt es im Plangebiet daher mindestens elf Gebäude, in denen dauerhaft eine oder mehrere Ferienwohnungen offeriert werden. Sie gruppieren sich alle im Bereich Schachener Straße / Enzisweilerstraße / Kapellenweg. Im östlichen Plangebiet sind keinerlei Angebote zu verzeichnen.

Ferienwohnungen gehören zur klassischen Angebotspalette einer Ferienregion wie der Stadt Lindau und sind eine wichtige Erwerbsgrundlage. Diese privaten Belange sind im Rahmen der 11. Änderung dieses Bebauungsplanes nach § 1 Abs. 7 BauGB mit den öffentlichen Belangen gegeneinander und untereinander gerecht abzuwägen.

Im vorliegenden Fall besteht eine konkrete städtebauliche Gefahr in der vergleichsweise hohen Anzahl und der räumlichen Häufung der Ferienwohnungen im Plangebiet.

Durch Ferienwohnungen wird das Angebot an zu mietenden oder zu erwerbenden Dauerwohnungen kleiner. Ein kleineres Angebot erhöht die Preise und führt dazu, dass Haushalte mit kleineren und mittleren Einkommen keinen angemessenen Wohnraum mehr finden können.

Nimmt die Anzahl dauerhaft bewohnter Wohnungen ab, wird gleichzeitig die soziale Infrastruktur weniger ausgelastet. Weniger Einwohner können z.B. zu weniger Nachfrage für Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen führen. Damit würden den Trägern dieser Einrichtungen langfristig das Vorhalten, die Planbarkeit und die personelle Ausstattung dieser Einrichtungen erschwert.

Eine größere Anzahl von Ferienwohnungen in enger Nachbarschaft zu den noch verbliebenen Dauerwohnungen birgt ferner die Gefahr von Verlärmung, da die Lebensrhythmen in Arbeitszeit und Ferienzeit unterschiedlich sind. Schließlich besteht die Gefahr von saisonaler Verödung der Straßenräume, da die Ferienwohnungen in der Winterzeit häufig nicht belegt sind.

Es bestehen demnach zusammenfassend im Rahmen der Änderung des Bebauungsplanes zu berücksichtigende Belange der Wohnbedürfnisse der Bevölkerung gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 2 BauGB, soziale und kulturelle Bedürfnisse der Bevölkerung gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 3 BauGB, Belange der Erhaltung zentraler Versorgungsbereiche gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 4 BauGB.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Das Plangebiet liegt im südlichen Bereich des Stadtteiles Hoyren. Es hat eine Größe von ca. 18,9 ha. Nördlich des Plangebietes grenzen teilweise die Nachbargemeinde Bodolz und der Lindauer Bereich Giebelbach an, östlich die Giebelbachwiesen. Den südlichen Abschluss bildet die Schachener Straße. Im Westen befindet sich der Nachbarort Bodolz.

Innerhalb des Änderungsgeltungsbereiches befinden sich folgende Grundstücke mit den Fl.-Nrn.: 190/2 (Teilfläche), 190/7, 221, 221/1, 221/2, 221/3, 221/4, 221/5, 221/6, 221/7, 221/9, 221/10, 221/11, 221/12, 221/13, 223/2, 224, 224/1, 224/2, 224/3, 224/4, 224/5, 224/6, 225/2, 226, 226/1, 226/2, 226/3, 226/4, 226/5, 226/6, 226/7, 226/8, 226/9, 226/10, 226/11, 226/12, 228, 228/1, 229/3, 229/4, 230, 230/1, 231, 231/2, 231/3, 231/4, 231/5, 231/7, 232, 275, 275/4, 276, 278, 278/1, 278/2, 278/3, 279, 280, 280/1, 280/2, 281, 283, 283/1, 283/3, 284, 284/2, 284/3, 284/4, 284/5, 284/6, 284/7, 284/8, 284/9, 284/10, 284/11, 284/12, 284/13, 284/14, 284/16, 285, 285/1, 288/0, 288/2, 288/3, 288/4, 288/5, 289, 289/2, 289/4, 289/5, 289/6, 289/7, 289/9, 289/10, 289/11, 289/12, 289/13, 289/14, 290, 293, 293/1, 294, 295, 295/1, 296 300, 300/1, 305, 305/2 305/3, 305/4, 305/5, 305/7, 305/8, 305/9, 305/10, 305/11, 305/12, 305/13, 307, 307/4, 307/5, 307/6, 307/7, 307/8, 311, 311/3, 311/5, 311/6, 312, 312/2 (Teilfläche), 312/3, 312/4, 316, 317, 317/2, 317/3, 321, 322, 322/1, 322/2, 322/3, 322/4, 322/5, 322/6, 322/7, 322/8, 323, 323/1, 324, 324/2, 325/1, 326, 326/1, 327, 327/2, 327/3, 327/4, 327/5, 327/6, 327/7, 327/8, 327/9, 328, 328/1, 328/2, 328/3, 341/1, 341/2, 341/3, 341/4, 345/1, 348, 350, 350/1, 362 (Teilfläche), 362/1, 362/2, 362/3, 362/4, 362/5, 375/2 (Teilfläche), 376/1, 380/2 (Teilfläche), 381, 381/2, 381/3, 381/4, 381/5, 381/6, 381/7, 381/8, 382, 382/4, 385, 385/1, 386, 386/3, 386/4, 386/5 (Teilfläche), 386/6, 386/7, 386/8, 386/9, 386/10, 386/11, 387 (Teilfläche), 404 (Teilfläche), 418/3, 418/4, 418/5, 418/6, 418/8, 418/9 (Teilfläche), 418/10, 418/11, 418/12, 418/14, 418/15, 418/16, 418/17, 418/18, 418/19, 418/20, 418/23, 418/24, 418/26, 418/27, 418/28, 418/29, 418/30, 418/31, 418/32, 432, 434/2, 434/4, 434/5, 434/6, 434/7, 434/8, 434/9, 434/10, 434/11, 434/12, 434/13, 434/15 und 434/16, Gemarkung Hoyren.


Geltungsbereich zum Entwurf des Bebauungsplans Nr. 50 "Nördlich der Schachener Straße", 11. Änderung "Ferienwohnungen" und verkleinerte Darstellung des Entwurfes, unmaßstäblich

Umweltbezogene Stellungnahmen und Informationen

Für die 11. Änderung „Ferienwohnungen“ des Bebauungsplanes Nr. 50 „Nördlich der Schachener Straße“ liegen keine relevanten, umweltbezogenen Informationen vor. Der Rahmen der baulichen Ausgestaltung wird nicht verändert (überbaute Fläche, Erschließung, Bauweise etc.). Die bisherige Umweltprüfung, in deren Rahmen ein Umweltbericht erstellt wurde, hat deswegen ergeben, dass für die Umweltschutzgüter keine erheblichen, nachteiligen Umweltauswirkungen durch die 11. Änderung „Ferienwohnungen“ des Bebauungsplanes Nr. 50 „Nördlich der Schachener Straße“ zu erwarten sind.

Umweltinformationen aus verfügbaren Stellungnahmen der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange liegen ebenfalls nicht vor. Von Seiten der zuständigen Stellen wurden bisher keine Einwände zur Planung vorgebracht.

Öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB

Der Bebauungsplanentwurf in der Fassung vom 20.09.2021 liegt mit seiner Begründung und dem Umweltbericht in der Zeit von

Montag, den 15.11.2021 bis einschließlich Freitag, den 17.12.2021

im Foyer des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können während dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Aufgrund des derzeit eingeschränkten Publikumsverkehrs bitten wir zu den vorgenannten Zeiten um telefonische Terminvereinbarung, falls eine persönliche Einsichtnahme gewünscht ist.

Die Planunterlagen / die auszulegenden Unterlagen können Sie auch hier aufrufen und einsehen:

  1. Entwurf zum Bebauungsplan Nr. 50 »Nördlich der Schachener Straße«, 11. Änderung »Ferienwohnungen« mit Stand vom 20.09.2021
  2. Begründung zum Bebauungsplan Nr. 50 »Nördlich der Schachener Straße«, 11. Änderung »Ferienwohnungen« mit Stand vom 20.09.2021

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung werden vom Stadtbauamt überprüft und anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entscheidet hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplanes führen.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplanes können Sie sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Selina Schöller-Mann, unter der Telefonnummer 08382 / 918 614 oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse senden:

Stadtbauamt Lindau (B)
Abt. Stadtplanung, Umwelt und Vermessung
Bregenzer Straße 8
88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an:

stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt “Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren”, das ebenfalls öffentlich ausliegt.

4. Flächennutzungsplanänderung für den Bereich der 11. Änderung "Ferienwohnungen" des Bebauungsplans Nr. 50 "Nördlich der Schachener Straße"
– Öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB –

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat am 27.10.2021 in seiner öffentlichen Sitzung die öffentliche Auslegung der 4. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des Bebauungsplanes Nr. 50 "Nördlich der Schachener Straße", 11. Änderung "Ferienwohnungen" in der Planfassung vom 20.09.2021 gemäß § 3 Abs. 2 BauGB und parallel dazu die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB beschlossen.

Ziel und Zweck der Planung

Die Änderung des Flächennutzungsplanes dient der Ausweisung von Wohnbauflächen und redaktionellen Korrekturen im Stadtteil Hoyern.

In den vergangenen Jahren 2019 und 2020 sind vermehrt Bauanträge und Anfragen zur Genehmigung von Ferienwohnungen für das gesamte Stadtgebiet eingegangen – darunter vier in Bestandsgebäuden im Plangebiet. Durch Ortsbegehungen und Internetrecherche konnten weitere Angebote an Ferienwohnungen im Plangebiet bestätigt werden.

Insgesamt gibt es im Plangebiet daher mindestens elf Gebäude, in denen dauerhaft eine oder mehrere Ferienwohnungen offeriert werden. Sie gruppieren sich alle im Bereich Schachener Straße / Enzisweilerstraße / Kapellenweg. Im östlichen Plangebiet sind keinerlei Angebote zu verzeichnen.

Ferienwohnungen gehören zur klassischen Angebotspalette einer Ferienregion wie der Stadt Lindau und sind eine wichtige Erwerbsgrundlage. Diese privaten Belange sind im Rahmen der 11. Änderung dieses Bebauungsplanes nach § 1 Abs. 7 BauGB mit den öffentlichen Belangen gegeneinander und untereinander gerecht abzuwägen.

Im vorliegenden Fall besteht eine konkrete städtebauliche Gefahr in der vergleichsweise hohen Anzahl und der räumlichen Häufung der Ferienwohnungen im Plangebiet. Durch Ferienwohnungen wird das Angebot an zu mietenden oder zu erwerbenden Dauerwohnungen kleiner. Ein kleineres Angebot erhöht die Preise und führt dazu, dass Haushalte mit kleineren und mittleren Einkommen keinen angemessenen Wohnraum mehr finden können. Nimmt die Anzahl dauerhaft bewohnter Wohnungen ab, wird gleichzeitig die soziale Infrastruktur weniger ausgelastet. Weniger Einwohner können z.B. zu weniger Nachfrage für Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen führen. Damit würden den Trägern dieser Einrichtungen langfristig das Vorhalten, die Planbarkeit und die personelle Ausstattung dieser Einrichtungen erschwert.

Im südwestlichen Stadtgebiets Lindau fehlen leistungsfähige Lebensmittelanbieter. Würde die Zahl der Einwohner im Plangebiet weiter sinken, könnte die verbrauchernahe Versorgung mit Lebensmitteln für den Stadtbereich insgesamt in Richtung einer Unwirtschaftlichkeit tendieren.

Eine größere Anzahl von Ferienwohnungen in enger Nachbarschaft zu den noch verbliebenen Dauerwohnungen birgt ferner die Gefahr von Verlärmung, da die Lebensrhythmen in Arbeitszeit und Ferienzeit unterschiedlich sind. Schließlich besteht die Gefahr von saisonaler Verödung der Straßenräume, da die Ferienwohnungen in der Winterzeit häufig nicht belegt sind.

Es bestehen demnach zusammenfassend im Rahmen der Änderung des Bebauungsplanes zu berücksichtigende Belange der Wohnbedürfnisse der Bevölkerung gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 2 BauGB, soziale und kulturelle Bedürfnisse der Bevölkerung gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 3 BauGB, Belange der Erhaltung zentraler Versorgungsbereiche gemäß § 1 Abs. 6 Nr. 4 BauGB.

Da die im Flächennutzungsplan getroffenen Darstellungen nicht mit der geplanten Nutzung der Bebauungsplanänderung übereinstimmen, ist eine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich.

Die zur Umsetzung der Planung erforderliche Änderung des Flächennutzungsplanes und 11. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 50 „Nördlich der Schachener Straße“ werden im Parallelverfahren gem. § 8 Abs. 3 BauGB durchgeführt.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Die Änderungsbereiche liegen im südlichen Bereich des Stadtteiles Hoyren. Insgesamt umfassen die Änderungsbereiche eine Größe von ca. 3,2 ha. Nördlich des Planungsbereiches grenzen teilweise die Nachbargemeinde Bodolz und der Lindauer Bereich Giebelbach an, östlich die Giebelbachwiesen. Den südlichen Abschluss bildet die Schachener Straße. Im Westen befindet sich der Nachbarort Bodolz.

Innerhalb des Änderungsgeltungsbereiches befinden sich folgende Grundstücke mit den Fl.-Nrn.: 221 (Teilfläche), 221/1, 221/2, 221/3 (Teilfläche), 221/5, 221/6 (Teilfläche), 221/7, 221/9, 221/10 (Teilfläche), 221/11, 221/12, 223/2 (Teilfläche), 224, 224/1 (Teilfläche), 224/2 (Teilfläche), 224/3 (Teilfläche), 224/4 (Teilfläche), 224/5 (Teilfläche), 224/6, 225/2, 226 (Teilfläche) 226/1 (Teilfläche), 226/2 (Teilfläche), 226/3 (Teilfläche), 226/10, 226/11 (Teilfläche), 226/12 (Teilfläche), 228, 228/1, 229/3, 229/4, 230, 230/1, 231, 231/2, 231/3, 231/4, 231/5, 231/7, 232, 288/2 (Teilfläche), 288/3 (Teilfläche), 288/5 (Teilfläche), 289, 289/2 (Teilfläche), 289/4 (Teilfläche), 289/5 (Teilfläche), 289/6 (Teilfläche), 289/9, 289/10, 289/11, 289/12, 289/13, 289/14 (Teilfläche), 307, 307/8, 321, 322 (Teilfläche), 322/1(Teilfläche), 322/4 (Teilfläche), 322/5 (Teilfläche), 322/6 (Teilfläche), 322/7, 322/8(Teilfläche), 323, 323/1, 324, 324/2 (Teilfläche), 325/1, 326 (Teilfläche), 326/1 (Teilfläche), 362/1, 362/4 (Teilfläche), 418/9 (Teilfläche) und 434/16 (Teilfläche), Gemarkung Hoyren.

Geltungsbereich zum Entwurf der 4. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des Bebauungsplans Nr. 50 "Nördlich der Schachener Straße", 11. Änderung "Ferienwohnungen" und verkleinerte Darstellung des Entwurfes, unmaßstäblich

Umweltbezogene Stellungnahmen und Informationen

Für die 4. Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich der 11. Änderung „Ferienwohnungen“ des Bebauungsplanes Nr. 50 „Nördlich der Schachener Straße“ liegen keine relevanten, umweltbezogenen Informationen vor. Der Rahmen der baulichen Ausgestaltung wird nicht verändert (überbaute Fläche, Erschließung, Bauweise etc.). Die bisherige Umweltprüfung, in deren Rahmen ein Umweltbericht erstellt wurde, hat deswegen ergeben, dass für die Umweltschutzgüter keine erheblichen, nachteiligen Umweltauswirkungen durch die 4. Änderung des Flächennutzungsplanes zu erwarten sind.

Umweltinformationen aus verfügbaren Stellungnahmen der Behörden und der sonstigen Träger öffentlicher Belange liegen ebenfalls nicht vor. Von Seiten der zuständigen Stellen wurden bisher keine Einwände zur Planung vorgebracht.

Öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB

Der Entwurf in der Fassung vom 20.09.2021 liegt mit seiner Begründung und dem Umweltbericht in der Zeit von

Montag, den 15.11.2021 bis einschließlich Freitag, den 17.12.2021

im Foyer des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können während dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Aufgrund des derzeit eingeschränkten Publikumsverkehrs bitten wir zu den vorgenannten Zeiten um telefonische Terminvereinbarung, falls eine persönliche Einsichtnahme gewünscht ist.

Die Planunterlagen / die auszulegenden Unterlagen können Sie auch hier aufrufen und einsehen:

  1. Entwurf zur. 4. Flächennutzungsplanänderung im Beriech des Bebauungsplans Nr. 50 »Nördlich der Schachener Straße«, 11. Änderung »Ferienwohnungen« mit Stand vom 20.09.2021
  2. Begründung zur 4. Flächennutzungsplanänderung im Bereich des Bebauungsplan Nr. 50 »Nördlich der Schachener Straße«, 11. Änderung »Ferienwohnungen« mit Stand vom 20.09.2021

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung werden vom Stadtbauamt überprüft und anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entscheidet hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplanes führen.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplanes können Sie sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Selina Schöller-Mann, unter der Telefonnummer 08382 / 918 614 oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse senden:

Stadtbauamt Lindau (B)
Abt. Stadtplanung, Umwelt und Vermessung
Bregenzer Straße 8
88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an:

stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt “Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren”, das ebenfalls öffentlich ausliegt.

Bebauungsplan Nr. 73 „Erweiterung des Gewerbegebietes“,  
8. Änderung „Beherbergungsbetriebe“
– frühzeitige öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB –

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat am 24.06.2020 in öffentlicher Sitzung die Aufstellung der 8. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 73 „Erweiterung des Gewerbegebietes“ gemäß § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen. In der Sitzung am 27.10.2021 wurde vom Stadtrat der Vorentwurf zur 8. Änderung „Beherbergungsbetriebe“ zum Bebauungsplan Nr. 73 „Erweiterung des Gewerbegebietes“ mit Stand vom 10.09.2021 gebilligt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB sowie parallel dazu die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB zum Bauleitplanverfahren beschlossen.

Ziel und Zweck der Planung

Mit der Änderung des Bebauungsplanes wird das Ziel verfolgt, in dem bestehenden Gewerbegebiet, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Ausschlüssen von Nutzungen, Beherbergungsbetriebe auszuschließen.

Aufgrund der besonderen landschaftlichen und topografischen Lage stehen wenig gewerblich nutz­­bare Flächen im Stadtgebiet Lindau zur Verfügung. Es besteht deshalb ein hoher Bedarf, die vorhandenen Gewerbegebiete für eine dementsprechende Nutzung zu sichern. Das Ziel der Kon­zentration von Gewerbebetrieben ist vor allem der Schutz vor Immissionen und einem hohen Ver­kehrsaufkommen in anderen Bereichen des Stadtgebietes. Demensprechend ist eine über­örtliche Verkehrsanbindung zur Bundesautobahn 96 und die Bregenzer Straße bzw. den Autobahnzubringer hierfür zielführend. Des Weiteren sind großflächige und vor allem flache Grundstücke von Nöten, um die Erfordernisse der Gewerbebetriebe erfüllen zu können.

Die in der Stadt Lindau noch verfügbaren Gewerbegebiete, wie sie im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind, stehen anderen gewerblichen Strukturen zur Verfügung bzw. sind nicht für eine etwaige Nutzung zugänglich. Das Gewerbegebiet „Priel“ soll überwiegend kleineren Hand­werks­betrieben die Möglichkeit bieten, sich an einem Gewerbestandort anzusiedeln, außerdem ist die verkehrliche Erschließung nicht vergleichbar mit der des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße. Die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes an der Autobahn wird aktuell als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Diese befinden sich nicht im Eigentum der Stadt Lindau und werden in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung stehen.

In dem Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße sollen die bauleitplanerisch gesicherten Gewerbegebietsflächen vor­nehmlich ge­werb­lichen Nutzungen wie Produktion oder Büros vor­be­halten bleiben. Die bereits sehr knappen gewerblichen Flächen sollen nicht für Einzelhandelsbetriebe oder für Beherbergungsbetriebe in Anspruch genommen werden. Für Einzelhandelsbetriebe besteht zum einen innerhalb eines Gewerbebetriebes nur ein sehr geringer Versorgungsbedarf, zum anderen wird durch die Auslagerung dieser Betriebe die Nahversorgung in Innenstadtbereichen gefährdet.

Beherbergungsbetriebe sollen überwiegend an touristisch attraktiven Standorten angesiedelt werden. Eine Konzentration der touristischen Entwicklung ist demnach vor allem in Inselnähe ge­wünscht. Die Nutzungsstruktur von einem Hotel in einem Gewerbegebiet bzw. in un­mittel­barer Nähe zur Autobahn zieht insbesondere Kurzzeittouristen (z.B. Durchreisende für Zwischenübernachtungen oder Geschäftsreisende) an, welche nicht den Tourismusstandort Lindau als solchen nutzen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass innerhalb des Gewerbegebietes schützenswerte Nutz­ungen entstehen, die aus Sicht des Immissionsschutzes zu berücksichtigen sind und da­durch die bestehenden Betriebe einschränken. Den bestehenden Betrieben soll aber ausreichend Bestandsschutz, ohne Befürchtungen zu nötigen Änderungen ihrer Produktionsabläufe, gewährleistet werden. Außerdem sollen sie gegebenenfalls erweitern können, wenn hierfür noch ausreichend Reserven zur Verfügung stehen.

Die vorhandenen, ausgewiesenen Ge­werbe­gebiete sollen aus aufgeführten Gründen zur Ansiedelung von Ge­werbe­betrieben, vor­zugs­weise pro­du­zier­en­dem Gewerbe, zur Verfügung stehen. Eine Nutzungssteuerung zur Sicherung der städtebaulichen Ziele durch Änderung des Bebauungsplanes ist demnach notwendig.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Das Plangebiet befindet sich im zentralen Teilbereich des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Reutin und umfasst eine Größe von ca. 17,10 ha. Das Plangebiet grenzt im Südosten an einen sich ebenfalls in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan an. Sowohl im Westen als auch im Osten werden Strukturen des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße fortgeführt. Im Norden befindet sich die Feuerwehr der Stadt Lindau und im weiteren Verlauf nach Osten landwirtschaftlich genutzte Flächen. Im Südwesten wird der Geltungsbereich durch die Bregenzer Straße begrenzt.

Der Planbereich ist bereits durch eine gewerblich genutzte Bebauung geprägt, es sind jedoch noch Baulücken vorhanden, welche für weitere bauliche Entwicklung zur Verfügung stehen.

Innerhalb des Änderungsgeltungsbereiches befinden sich folgende Grundstücke mit den Fl.-Nrn.: 1305 (Teilfläche), 1307/2 (Teilfläche), 1308 (Teilfläche), 1310 (Teilfläche), 1314 (Teilfläche), 1315 (Teilfläche), 1323/1 (Teilfläche), 1323/2 (Teilfläche), 1323/3, 1323/5 (Teilfläche), 1667 (Teilfläche), 1677 (Teilfläche), 1681, 1681/7 (Teilfläche), 1688/2, 1688/3 (Teilfläche), 1688/4, 1688/8, 1690 (Teilfläche), 1690/1 (Teilfläche), 1691, 1692, 1692/2 (Teilfläche), 1694, 1695, 1695/1, 1695/2,1695/4, 1699, 1699/2 (Teilfläche), 1699/3 (Teilfläche), 1699/4, 1699/5 (Teilfläche), 1699/6, 1700, 1702/1, 1702/2, 1704, 1704/1, 1705, 1706, 1706/1 (Teilfläche), 1708 (Teilfläche), 1711/4, 1712 (Teilfläche), 1713 (Teilfläche), 1714 (Teilfläche), 1715 (Teilfläche), 1716/1, 1717/4, 1719, 1719/3 (Teilfläche), 1719/5, 1719/6 (Teilfläche), 1726 (Teilfläche), 1726/1 (Teilfläche), 1726/3, 1729, 1731/3, 1732, 1732/1, 1733 und 1733/1, Gemarkung Reutin.

Lageplan zum Aufstellungsbeschluss der 8. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 73 „Erweiterung des Gewerbegebietes“ mit Stand vom 10.09.2021 (verkleinerte Darstellung, unmaßstäblich)

Frühzeitige Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB

Der Vorentwurf in der Fassung vom 10.09.2021 liegt mit seiner Begründung in der Zeit von

Montag, den 08.11.2021 bis einschließlich Mittwoch, den 08.12.2021

im Foyer des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können während dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Aufgrund des derzeit eingeschränkten Publikumsverkehrs bitten wir zu den vorgenannten Zeiten um telefonische Terminvereinbarung, falls eine persönliche Einsichtnahme gewünscht ist.

Die Planunterlagen / die auszulegenden Unterlagen können Sie auch hier aufrufen und einsehen:

  1. Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 73 »Erweiterung des Gewerbegebietes«, 8. Änderung »Beherbergungsbetriebe« mit Stand vom 10.09.2021
  2. Begründung zum Bebauungsplan Nr. 73 »Erweiterung des Gewerbegebietes«, 8. Änderung »Beherbergungsbetriebe« mit Stand vom 10.09.2021
  3. Rechtsverbindlicher Bebauungsplan Nr. 73 »Erweiterung des Gewerbegebietes«

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung werden vom Stadtbauamt über-prüft und anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entschließt hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplanes führen.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplanes können Sie sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Selina Schöller-Mann, unter der Telefonnummer 08382 / 918 614 oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse senden:

Stadtbauamt Lindau (B)
Abt. Stadtplanung, Umwelt und Vermessung
Bregenzer Straße 8
88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an:

stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buch-stabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Wei-tere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informations-pflichten im Bauleitplanverfahren” das ebenfalls öffentlich ausliegt.

Bebauungsplan Nr. 79 „Rickenbacher Wiesen“, 6. Änderung „Beherbergungsbetriebe“
– frühzeitige öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB –

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat am 24.06.2020 in öffentlicher Sitzung die Aufstellung der 6. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 79 „Rickenbacher Wiesen“ gemäß § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen. In der Sitzung am 27.10.2021 wurde vom Stadtrat der Vorentwurf zur 6. Änderung „Beherbergungsbetriebe“ zum Bebauungsplan Nr. 79 „Rickenbacher Wiesen“ mit Stand vom 10.09.2021 gebilligt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB sowie parallel dazu die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB zum Bauleitplanverfahren beschlossen.

Ziel und Zweck der Planung

Mit der Änderung des Bebauungsplanes wird das Ziel verfolgt, in dem bestehenden Gewerbegebiet, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Ausschlüssen von Nutzungen, Beherbergungsbetriebe auszuschließen.

Aufgrund der besonderen landschaftlichen und topografischen Lage stehen wenig gewerblich nutz­­bare Flächen im Stadtgebiet Lindau zur Verfügung. Es besteht deshalb ein hoher Bedarf, die vorhandenen Gewerbegebiete für eine dementsprechende Nutzung zu sichern. Das Ziel der Kon­zentration von Gewerbebetrieben ist vor allem der Schutz vor Immissionen und einem hohen Ver­kehrsaufkommen in anderen Bereichen des Stadtgebietes. Demensprechend ist eine über­örtliche Verkehrsanbindung zur Bundesautobahn 96 und die Bregenzer Straße bzw. den Autobahnzubringer hierfür zielführend. Des Weiteren sind großflächige und vor allem flache Grundstücke von Nöten, um die Erfordernisse der Gewerbebetriebe erfüllen zu können.

Die in der Stadt Lindau noch verfügbaren Gewerbegebiete, wie sie im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind, stehen anderen gewerblichen Strukturen zur Verfügung bzw. sind nicht für eine etwaige Nutzung zugänglich. Das Gewerbegebiet „Priel“ soll überwiegend kleineren Hand­werks­betrieben die Möglichkeit bieten, sich an einem Gewerbestandort anzusiedeln, außerdem ist die verkehrliche Erschließung nicht vergleichbar mit der des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße. Die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes an der Autobahn wird aktuell als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Diese befinden sich nicht im Eigentum der Stadt Lindau und werden in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung stehen.

In dem Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße sollen die bauleitplanerisch gesicherten Gewerbegebietsflächen vor­nehmlich ge­werb­lichen Nutzungen wie Produktion oder Büros vor­be­halten bleiben. Die bereits sehr knappen gewerblichen Flächen sollen nicht für Einzelhandelsbetriebe oder für Beherbergungsbetriebe in Anspruch genommen werden. Für Einzelhandelsbetriebe besteht zum einen innerhalb eines Gewerbebetriebes nur ein sehr geringer Versorgungsbedarf, zum anderen wird durch die Auslagerung dieser Betriebe die Nahversorgung in Innenstadtbereichen gefährdet.

Beherbergungsbetriebe sollen überwiegend an touristisch attraktiven Standorten angesiedelt werden. Eine Konzentration der touristischen Entwicklung ist demnach vor allem in Inselnähe ge­wünscht. Die Nutzungsstruktur von einem Hotel in einem Gewerbegebiet bzw. in un­mittel­barer Nähe zur Autobahn zieht insbesondere Kurzzeittouristen (z.B. Durchreisende für Zwischenübernachtungen oder Geschäftsreisende) an, welche nicht den Tourismusstandort Lindau als solchen nutzen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass innerhalb des Gewerbegebietes schützenswerte Nutz­ungen entstehen, die aus Sicht des Immissionsschutzes zu berücksichtigen sind und da­durch die bestehenden Betriebe einschränken. Den bestehenden Betrieben soll aber ausreichend Bestandsschutz, ohne Befürchtungen zu nötigen Änderungen ihrer Produktionsabläufe, gewährleistet werden. Außerdem sollen sie gegebenenfalls erweitern können, wenn hierfür noch ausreichend Reserven zur Verfügung stehen.

Die vorhandenen, ausgewiesenen Ge­werbe­gebiete sollen aus aufgeführten Gründen zur Ansiedelung von Ge­werbe­betrieben, vor­zugs­weise pro­du­zier­en­dem Gewerbe, zur Verfügung stehen. Eine Nutzungssteuerung zur Sicherung der städtebaulichen Ziele durch Änderung des Bebauungsplanes ist demnach notwendig.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Das Plangebiet befindet sich im östlichen Teilbereich des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Reutin und umfasst eine Größe von ca. 11,15 ha. Das Plangebiet grenzt im Nordwesten, Nordosten sowie Südosten an drei sich ebenfalls in Änderung befindliche Bebauungspläne an. Diese Bebauungspläne setzen ebenfalls Gewerbegebiete mit Einschränkungen bestimmter Nutzungsarten fest. Im Südwesten wird der Geltungsbereich durch die Bregenzer Straße begrenzt.

Der Planbereich ist bereits durch eine gewerblich genutzte Bebauung geprägt, es sind jedoch noch einige Baulücken vorhanden, welche für weitere bauliche Entwicklung zur Verfügung stehen.

Innerhalb des Änderungsbereiches befinden sich folgende Grundstücke mit den Fl.-Nrn.: 1308 (Teilfläche), 1640/2 (Teilfläche), 1661, 1662/4, 1663/1, 1663/2, 1663/3, 1665, 1665/1, 1666, 1666/1, 1671, 1671/1, 1671/2, 1671/3, 1671/4, 1671/5, 1671/6, 1671/7, 1671/8, 1671/9, 1671/10, 1671/11, 1671/12, 1671/1, 1671/14, 1671/15, 1671/16, 1671/17, 1671/18, 1671/19, 1671/20, 1671/21, 1671/22, 1671/23, 1674, 1674/3 (Teilfläche), 1675, 1675/1, 1675/2, 1675/3, 1676, 1676/1, 1677 (Teilfläche), 1681/1, 1681/3, 1681/4, 1681/5, 1681/6, 1681/7 (Teilfläche), 1681/8, 1688/5, 1688/11 (Teilfläche), 1690 (Teilfläche), 1690/1 (Teilfläche), 1692/2 (Teilfläche), 1720/2 (Teilfläche), 1767/8 (Teil­fläche), 1769, 1769/1, 1769/2 und 1769/3, Gemarkung Reutin.

Geltungsbereich zum Entwurf der 6. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 79 „Rickenbacher Wiesen“ mit Stand vom 10.09.2021 (verkleinerte Darstellung, unmaßstäblich)

Frühzeitige Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB

Der Vorentwurf in der Fassung vom 10.09.2021 liegt mit seiner Begründung in der Zeit von

Montag, den 08.11.2021 bis einschließlich Mittwoch, den 08.12.2021

im Foyer des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können während dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Aufgrund des derzeit eingeschränkten Publikumsverkehrs bitten wir zu den vorgenannten Zeiten um telefonische Terminvereinbarung, falls eine persönliche Einsichtnahme gewünscht ist.

Die Planunterlagen / die auszulegenden Unterlagen können Sie auch hier aufrufen und einsehen:

  1. Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 79 »Rickenbacher Wiesen«, 6. Änderung »Beherbergungsbetriebe« mit Stand vom 10.09.2021
  2. Begründung zum Bebauungsplan Nr. 79 »Rickenbacher Wiesen«, 6. Änderung »Beherbergungsbetriebe« mit Stand vom 10.09.2021
  3. Rechtsverbindlicher Bebauungsplan Nr. 79 »Rickenbacher Wiesen«
  4. Artenschutzrechtlicher Kurzbericht

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung werden vom Stadtbauamt über-prüft und anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entschließt hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplanes führen.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplanes können Sie sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Selina Schöller-Mann, unter der Telefonnummer 08382 / 918 614 oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse senden:

Stadtbauamt Lindau (B)
Abt. Stadtplanung, Umwelt und Vermessung
Bregenzer Straße 8
88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an:

stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren” das ebenfalls öffentlich ausliegt.

Bebauungsplan Nr. 96 „Gewerbegebiet an der Autobahn“,  
2. Änderung „Beherbergungsbetriebe“
– frühzeitige öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB –

 

Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat am 24.06.2020 in öffentlicher Sitzung die Aufstellung der 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 96 „Gewerbegebiet an der Autobahn“ gemäß § 2 Abs. 1 BauGB beschlossen. In der Sitzung am 27.10.2021 wurde vom Stadtrat der Vorentwurf zur 2. Änderung „Beherbergungsbetriebe“ zum Bebauungsplan Nr. 96 „Gewerbegebiet an der Autobahn“ mit Stand vom 10.09.2021 gebilligt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 BauGB sowie parallel dazu die frühzeitige Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 1 BauGB zum Bauleitplanverfahren beschlossen.

Ziel und Zweck der Planung

Mit der Änderung des Bebauungsplanes wird das Ziel verfolgt, in dem bestehenden Gewerbegebiet, zusätzlich zu den bereits vorhandenen Ausschlüssen von Nutzungen, Beherbergungsbetriebe auszuschließen.

Aufgrund der besonderen landschaftlichen und topografischen Lage stehen wenig gewerblich nutz­­bare Flächen im Stadtgebiet Lindau zur Verfügung. Es besteht deshalb ein hoher Bedarf, die vorhandenen Gewerbegebiete für eine dementsprechende Nutzung zu sichern. Das Ziel der Kon­zentration von Gewerbebetrieben ist vor allem der Schutz vor Immissionen und einem hohen Ver­kehrsaufkommen in anderen Bereichen des Stadtgebietes. Demensprechend ist eine über­örtliche Verkehrsanbindung zur Bundesautobahn 96 und die Bregenzer Straße bzw. den Autobahnzubringer hierfür zielführend. Des Weiteren sind großflächige und vor allem flache Grundstücke von Nöten, um die Erfordernisse der Gewerbebetriebe erfüllen zu können.

Die in der Stadt Lindau noch verfügbaren Gewerbegebiete, wie sie im Flächennutzungsplan ausgewiesen sind, stehen anderen gewerblichen Strukturen zur Verfügung bzw. sind nicht für eine etwaige Nutzung zugänglich. Das Gewerbegebiet „Priel“ soll überwiegend kleineren Hand­werks­betrieben die Möglichkeit bieten, sich an einem Gewerbestandort anzusiedeln, außerdem ist die verkehrliche Erschließung nicht vergleichbar mit der des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße. Die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes an der Autobahn wird aktuell als landwirtschaftliche Fläche genutzt. Diese befinden sich nicht im Eigentum der Stadt Lindau und werden in absehbarer Zeit nicht zur Verfügung stehen.

In dem Gewerbegebiet an der Robert-Bosch-Straße sollen die bauleitplanerisch gesicherten Gewerbegebietsflächen vor­nehmlich ge­werb­lichen Nutzungen wie Produktion oder Büros vor­be­halten bleiben. Die bereits sehr knappen gewerblichen Flächen sollen nicht für Einzelhandelsbetriebe oder für Beherbergungsbetriebe in Anspruch genommen werden. Für Einzelhandelsbetriebe besteht zum einen innerhalb eines Gewerbebetriebes nur ein sehr geringer Versorgungsbedarf, zum anderen wird durch die Auslagerung dieser Betriebe die Nahversorgung in Innenstadtbereichen gefährdet.

Beherbergungsbetriebe sollen überwiegend an touristisch attraktiven Standorten angesiedelt werden. Eine Konzentration der touristischen Entwicklung ist demnach vor allem in Inselnähe ge­wünscht. Die Nutzungsstruktur von einem Hotel in einem Gewerbegebiet bzw. in un­mittel­barer Nähe zur Autobahn zieht insbesondere Kurzzeittouristen (z.B. Durchreisende für Zwischenübernachtungen oder Geschäftsreisende) an, welche nicht den Tourismusstandort Lindau als solchen nutzen. Des Weiteren besteht die Gefahr, dass innerhalb des Gewerbegebietes schützenswerte Nutz­ungen entstehen, die aus Sicht des Immissionsschutzes zu berücksichtigen sind und da­durch die bestehenden Betriebe einschränken. Den bestehenden Betrieben soll aber ausreichend Bestandsschutz, ohne Befürchtungen zu nötigen Änderungen ihrer Produktionsabläufe, gewährleistet werden. Außerdem sollen sie gegebenenfalls erweitern können, wenn hierfür noch ausreichend Reserven zur Verfügung stehen.

Die vorhandenen, ausgewiesenen Ge­werbe­gebiete sollen aus aufgeführten Gründen zur Ansiedelung von Ge­werbe­betrieben, vor­zugs­weise pro­du­zier­en­dem Gewerbe, zur Verfügung stehen. Eine Nutzungssteuerung zur Sicherung der städtebaulichen Ziele durch Änderung des Bebauungsplanes ist demnach notwendig.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Das Plangebiet befindet sich im östlichen Teilbereich des Gewerbegebietes an der Robert-Bosch-Straße im Stadtteil Reutin und umfasst eine Größe von ca. 13,09 ha. Das Plangebiet grenzt im Westen an zwei sich ebenfalls in Aufstellung befindliche Bebauungspläne an. Diese Bebauungspläne setzen ebenso Gewerbegebiete mit Einschränkungen bestimmter Nutzungsarten fest. Im Süden befindet sich eine Auffahrt und im Osten eine Abfahrt der Bundesautobahn 96. Der Geltungsbereich grenzt im Norden an landwirtschaftlich genutzte Flächen.

Der Planbereich ist bereits durch eine gewerblich genutzte Bebauung geprägt, es sind jedoch noch einige Baulücken vorhanden, welche für weitere bauliche Entwicklung zur Verfügung stehen.

Innerhalb des Änderungsbereiches befinden sich folgende Grundstücke mit den Fl.-Nrn.: 1308 (Teilfläche), 1619 (Teilfläche), 1619/2, 1630 (Teilfläche), 1631 (Teilfläche), 1632, 1632/1, 1634/ 1635, 1636, 1636/3, 1636/4, 1636/5, 1636/6, 1636/7, 1636/8, 1636/9, 1636/10, 1636/11, 1636/12, 1636/13, 1636/14, 1636/15, 1636/16, 1636/17, 1636/18, 1637 (Teil­fläche), 1637/1, 1637/2, 1638, 1638/2, 1640, 1640/1, 1640/2, 1642, 1642/1, 1642/2, 1643 (Teilfläche), 1644 (Teilfläche), 1644/1 (Teilfläche), 1646/2, 1646/3, 1674/3, 1675/1, 1720/2 (Teilfläche) und 1767/4 (Teilfläche), Gemarkung Reutin.

Lageplan zum Aufstellungsbeschluss der 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 96 „Gewerbegebiet an der Autobahn“ mit Stand vom 10.09.2021 (verkleinerte Darstellung, unmaßstäblich)

Frühzeitige Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB

Der Vorentwurf in der Fassung vom 10.09.2021 liegt mit seiner Begründung in der Zeit von

Montag, den 08.11.2021 bis einschließlich Mittwoch, den 08.12.2021

im Foyer des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können während dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Aufgrund des derzeit eingeschränkten Publikumsverkehrs bitten wir zu den vorgenannten Zeiten um telefonische Terminvereinbarung, falls eine persönliche Einsichtnahme gewünscht ist.

Die Planunterlagen / die auszulegenden Unterlagen können Sie auch hier aufrufen und einsehen:

  1. Vorentwurf zum Bebauungsplan Nr. 96 »Gewerbegebiet an der Autobahn«, 2. Änderung »Beherbergungsbetriebe« mit Stand vom 10.09.2021
  2. Begründung zum Bebauungsplan Nr. 96 »Gewerbegebiet an der Autobahn«, 2. Änderung »Beherbergungsbetriebe« mit Stand vom 10.09.2021
  3. Rechtsverbindlicher Bebauungsplan Nr. 96 »Gewerbegebiet an der Autobahn«

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung werden vom Stadtbauamt über-prüft und anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entschließt hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplanes führen.

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplanes können Sie sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Selina Schöller-Mann, unter der Telefonnummer 08382 / 918 614 oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse senden:

Stadtbauamt Lindau (B)
Abt. Stadtplanung, Umwelt und Vermessung
Bregenzer Straße 8
88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an:

stadtplanung@lindau.de

Datenschutz

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buch-stabe e (DSGVO) i. V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Wei-tere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informations-pflichten im Bauleitplanverfahren” das ebenfalls öffentlich ausliegt.


Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 130 „Kemptener Straße 56“
– Aufstellungsbeschluss nach § 2 Abs. 1 BauGB und frühzeitige öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB –


Der Stadtrat der Stadt Lindau (B) hat in der Sitzung am 27.10.2021 gemäß § 2 Abs. 1 BauGB die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 130 „Kemptener Straße 56“ beschlossen. Zudem wurde in der Sitzung am 27.10.2021 vom Stadtrat der vom Büro OPLA, Augsburg, ausgearbeitete Vorentwurf zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 130 „Kemptener Straße 56“ mit dem Vorhaben- und Erschließungsplan (Verfasser: heilergeiger architekten und stadtplaner BDA, Kempten) in der Fassung vom 27.10.2021 gebilligt und die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB sowie parallel dazu die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gem. § 4 Abs. 1 BauGB zum Bauleitplanverfahren beschlossen.

Räumliche Abgrenzung des Plangebietes

Der räumliche Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes umfasst eine Fläche von 1.298 m² und befindet sich im bebauten Innenbereich der Stadt Lindau im Kreuzungsbereich der Kemptener- und Reutiner Straße. Das Plangebiet beinhaltet vollständig die Fl.-Nr. 35 und eine Teilfläche der Fl.-Nr. 26/4, jeweils der Gemarkung Reutin. Der Geltungsbereich ist im nachfolgenden Lageplan dargestellt.

Lageplan zum Aufstellungsbeschluss des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 130 „Kemptener Straße 56“ mit Stand vom 27.10.2021 (verkleinerte Darstellung, unmaßstäblich)

Allgemeine Ziele und Zwecke der Planung

Mit der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 130 „Kemptener Straße 56“ sollen die baurechtlichen Voraussetzungen insbesondere für die Bereitstellung von Wohnraum sowie die Neuordnung und Gestaltung des Bereichs um die Köchlinkreuzung entsprechend des Rahmenplans geschaffen werden. Der Planbereich ist im jetzigen Zustand mit einem Wohngebäude und einem Stadel bebaut, die abgerissen werden. Die Flächen sind derzeit nahezu vollständig versiegelt, erhebliche Umweltauswirkungen sind daher nicht zu erwarten.

Im Flächennutzungsplan sind die Flächen überwiegend als „gemischte Bauflächen“ dargestellt, was der geplanten Nutzung entspricht. Eine Berichtigung des Flächennutzungsplanes ist nicht erforderlich.

Vorhabenbeschreibung

Das Vorhaben umfasst die Errichtung eines Gebäudes mit einer Nutzungsmischung aus Dienstleistung, Gewerbe und Wohnen sowie die Attraktivierung der Freiflächen entsprechend des Rahmenplanes. Das Erdgeschoss soll, entsprechend der Mischgebietsnutzung, Gewerbe oder Dienstleistungen aufnehmen. In den Obergeschossen befinden sich insgesamt 15 Wohneinheiten – ein Mix aus Zwei- bis Vierzimmerwohnungen. Alle Wohnungen sind barrierefrei bzw. barrierearm vorgesehen und mit einem Aufzug erreichbar. Die Zufahrt zur Tiefgarage mit Rampe ist ins Gebäude integriert und erfolgt von der Reutiner Straße aus über die Ostseite.

Verfahrensart                         

Die Aufstellung des Vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 130 „Kemptener Straße 56“ erfolgt im beschleunigten Verfahren gemäß § 13a BauGB ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB. Das Verfahren wird für die Wiedernutzbarmachung, die Nachverdichtung oder weitere Maßnahmen der Innenentwicklung angewandt.

Frühzeitige Auslegung nach § 3 Abs. 1 BauGB

Der Vorentwurf zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 130 „Kemptener Straße 56“ bestehend aus Planzeichnung mit Textlichen Festsetzungen, Vorhaben- und Erschließungsplan sowie der Begründung, jeweils in der Fassung vom 27.10.2021, liegt  im Rahmen der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB in der Zeit

von Montag, den 08.11.2021 bis einschließlich Mittwoch, den 08.12.2021,

im Foyer des Stadtbauamtes der Stadt Lindau (B), Bregenzer Straße 8, während der Öffnungszeiten öffentlich aus. Die Öffnungszeiten sind von Montag bis Freitag von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr sowie nach Vereinbarung. Auf Wunsch wird die Planung erläutert. Stellungnahmen können während dieser Frist schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift abgegeben werden. Aufgrund des derzeit eingeschränkten Publikumsverkehrs bitten wir zu den vorgenannten Zeiten um telefonische Terminvereinbarung, falls eine persönliche Einsichtnahme gewünscht ist.

Ihre Stellungnahmen im Rahmen dieser öffentlichen Auslegung werden vom Stadtbauamt überprüft und anschließend dem Stadtrat zur Entscheidung vorgelegt. Der Stadtrat entschließt hierbei, ob die Stellungnahmen zu einer Änderung oder Ergänzung des Bebauungsplanes führen.

Die Planunterlagen mit Begründung mit Stand vom 27.10.2021 sowie die auszulegenden Gutachten können Sie auch hier aufrufen und einsehen:

Bebauungsplan, Vorentwurf vom 27.10.2021

Begründung zum Bebauungsplan vom 27.10.2021

Vorentwurf VEP 01

Vorentwurf VEP 02

Vorentwurf VEP 03

Vorhabenbeschreibung VEP

VEP Begründung

Schalltechnische Untersuchung

Artenschutzgutachten

Baugrundgutachten

Brandschutzkonzept

Für Fragen zum Inhalt des Entwurfs des Bebauungsplanes können Sie sich an das Stadtbauamt Lindau, Stadtplanung, Anja Köhler, unter der Telefonnummer 08382 / 918 623 oder an stadtplanung@lindau.de wenden.

Ihre Stellungnahme können Sie per Post an folgende Adresse senden:

Stadtbauamt Lindau (B)
Abt. Stadtplanung, Umwelt und Vermessung
Bregenzer Straße 8
88131 Lindau (B)

oder per E-Mail an:

stadtplanung@lindau.de

Datenschutz:

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt auf der Grundlage der Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e (DSGVO) i.V. mit § 3 BauGB und dem BayDSG. Sofern Sie Ihre Stellungnahme ohne Absenderangaben abgeben, erhalten Sie keine Mitteilung über das Ergebnis der Prüfung. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Formblatt „Datenschutzrechtliche Informationspflichten im Bauleitplanverfahren“ das ebenfalls öffentlich ausliegt.

Beteiligungsverfahren zur Stadtentwicklungsplanung

Hier finden sie bei Bedarf aktuelle Dokumente zum Thema Stadtentwicklungsplanung und zur Städtebauförderung. Mögliche Beteiligungsverfahren werden in der Presse öffentlich bekannt gemacht.

Kontakt

Iris Möller »
Bregenzer Straße 8
88131 Lindau (B)

Telefon:08382 918-615
Fax:08382 918-393
E-Mail