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11.05.2022

Pressemitteilung: Appell für weitere Bahnhaltepunkte in Lindau Stadtrat beschließt dringende Aufforderung für besseren Schienenverkehr

Die Bahnhaltepunkte Lindau-Aeschach in Richtung Allgäu sowie Lindau-Oberreitnau sollen beschleunigt instandgesetzt und wiedereröffnet werden. So lautet die dringende Aufforderung des Stadtrats Lindau, die er an vier zuständige Stellen richten wird: das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, die Konzernvertretung der Deutschen Bahn in Bayern und die Bayerische Eisenbahngesellschaft.

Außerdem wird der Stadtrat noch einmal beantragen, mit den Planungen und der Errichtung der beiden Haltepunkte Lindau-Zech und Lindau-Gewerbegebiet zu beginnen. Darüber hinaus richtet der Stadtrat Lindau die dringende Aufforderung an den Freistaat Bayern, die Zusagen aus dem Förderprogramm Stationsoffensive Bayern einzuhalten sowie die Haltepunkte wieder in Betrieb zu nehmen und deren Finanzierung sicherzustellen.

Diese dringenden Aufforderungen in Sachen Bahnhaltepunkte Lindau hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen. Basis der Aufforderungen sind Grundsatzbeschlüsse, die unter anderem vorsehen, im Rahmen der Stationsoffensive Bayern den Haltepunkt Lindau-Aeschach auszubauen sowie als vierten Bahnhalt in Lindau den Bahnhaltepunkt Lindau-Oberreitnau wiederzueröffnen. Der neue Fernbahnhof Lindau-Reutin wurde bereits Ende 2020 in Betrieb genommen.

Auch die Einrichtung der Bahnhaltepunkte Lindau-Gewerbegebiet und Lindau-Zech gehen zurück auf einen Grundsatzbeschluss des Stadtrats. Bereits 2019 hatten Firmen im Gewerbegebiet beantragt, die Eisenbahnhaltestelle Lindau-Gewerbegebiet zu bauen. Mit einer verbesserten Bahnerschließung des Gebietes Reutin/Zech sowie eines Ausbaus des Angebotes im Eichwaldgebiet könnte die Mobilität in Lindau verbessert werden. Gleichzeitig könnten mehrere umweltpolitische Ziele der Stadt vorangetrieben werden.

Die Stationsoffensive Bayern ist ein Förderprogramm über 40 Millionen Euro des Freistaats Bayern und DB Station & Service AG. Es sieht vor, in Bayern 20 neue Bahnstationen zu errichten, darunter Lindau-Aeschach in Richtung Allgäu sowie Lindau-Oberreitnau. Die Inbetriebnahme war für Ende 2023 vorgesehen.

Nachdem die Vorplanung gemacht war, hatten sich die Kosten für die Bahnhalte erhöht. Damit waren die Wirtschaftlichkeit sowie die Erfüllung der Förderkriterien nicht mehr gegeben. Konsequenz: Die Bahn hat  das Projekt mit Ausnahme des Bahnhalts Aeschach aus dem Förderprogramm gestrichen.

An den aktuellen Ereignissen ist zu erkennen, dass es keine Garantie für alle Bahnhalte gibt. Zunächst sollen die Bau- und Genehmigungspläne vorgelegt werden. Erst dann wird mit einer Bedarfsanalyse entschieden, ob die Wiedereröffnung der Bahnhaltepunkte im Kreisgebiet Lindau weiter verfolgt wird oder nicht.

Derzeit untersuchen Gutachter, ob und unter welchen Voraussetzungen das langfristig möglich ist. Die Studie soll Mitte des Jahres fertig sein. Ziel ist, den Schienenverkehr in Lindau zu optimieren und anzupassen und dabei auch städtebauliche und verkehrliche Vorhaben zu berücksichtigen.

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