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12.10.2022

Spatenstich für neue Kindertagesstätte in Zech

Mit dem Spatenstich für die Kindertagesstätte in Zech machte die Stadt Lindau am Mittwoch, 12. Oktober, einen wichtigen Schritt zur Schaffung ausreichender Krippenplätze. Künftig werden 75 Kindergartenkinder und 41 Krippenkinder in der neuen Kindertagesstätte Platz finden und diese mit jeder Menge Leben füllen.

Der Stadtrat hat im Oktober 2019 beschlossen im Stadtteil Zech eine neue Kindertageseinrichtung mit sechs Gruppen (drei Kindergartengruppen, drei Krippengruppen), zu errichten und die dafür erforderlichen Flächen von der GWG zu erwerben. Ziel ist es für die städtischen Kindergärten Villa Engel und die Arche Noah ein neues Zuhause zu schaffen, denn in beiden Einrichtungen besteht große Platznot. Die Trägerschaft der neuen Kita erfolgt somit durch die Stadt selbst. „Dass es nun zusätzlich zu den bestehenden Plätzen zwei Krippengruppen mehr gibt, freut uns alle sehr und trägt dazu bei, den großen Bedarf an Kita-Plätzen in unserer Stadt zu mildern“, so Oberbürgermeisterin Dr. Claudia Alfons in ihrer Rede beim Spatenstich.

Auf dem Gelände der alten Stadtgärtnerei soll für das dortige neue Wohnbaugebiet ein Sobon-Kindergarten entstehen, damit den Familien dort auch weiterhin fußläufig ein Kindergartenplatz angeboten werden kann. Außerdem wird von Seiten der Stadt versucht, für das alte Gebäude der Arche Noah einen neuen Träger finden.

„Die Zusammenlegung von zwei so gewachsenen und etablierten Einrichtungen ist im ersten Moment vielleicht nicht einfach“, so die Oberbürgermeisterin weiter. „Aber wir wissen alle, dass wir angesichts des Personalmangel im Kita-Bereich, neue Wege gehen müssen. Der Zusammenschluss bietet somit nicht nur positive räumliche Gestaltungsmöglichkeiten, sondern auch eine Vereinfachung des Verwaltungsaufwandes.“

Architekten und Planverfasser sind Hilmar Ordelheide, Leiter der Abteilung Hochbau im Stadtbauamt und sein Team. Beim Spatenstich konnte er den Anwesenden ein anschauliches Bild der neuen Kindergartentagesstätte zeichnen. Das vorhandene Grundstück hat eine geradezu perfekte Ausrichtung nach Südosten, was der Nutzung als Kindertagesstätte sehr entgegenkommt. Der Entwurf wurde den Grundstücksverhältnissen angepasst und nutzt die Fläche zweigeschossig optimal aus. Die Gruppen und der Garten für die Kinder orientieren sich nach Südosten zum Grüngürtel hin. Vor der Kita entsteht ein großzügiger Platz der als zukünftiger Quartiersplatz den ganzen Stadtteil aufwerten soll. Im Obergeschoss wird sich neben den KiTa-Gruppen und anderen Nebenräumen auch der große gemeinsame Essbereich („Kinderrestaurant“) befinden. Außerdem wird eine Küche eingerichtet die als vollwertige Kochküche und als Kinderküche nutzbar ist. „Die Baustelle ist sehr gut angelaufen, das heißt, wir haben fristgerecht beginnen können“, freut sich Hilmar Ordelheide. Selbstverständlich sei das nicht, denn in der heutigen Zeit, mit Handwerker- und Baustoffmangel, käme es auf den meisten Baustellen zu Verzögerungen.

Derzeit hofft man natürlich, dass der geplante Kostenrahmen von 7,7 Millionen Euro, inklusive Quartiersplatz, eingehalten werden kann. Allerdings hätten viele Projekte mit Kostensteigerungen zu kämpfen. In rund zwei Jahren sollen die Kinder und die Erzieherinnen dann in das neue Gebäude einziehen können.


Weiterführende Infos:

  • Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23.10.2019 beschlossen im Stadtteil Zech eine neue Kindertageseinrichtung (KiTa) mit sechs Gruppen zu bauen
  • Mit der neuen KiTa soll ein erheblicher Beitrag zur Deckung des Bedarfs gewährleistet werden
  • Der individuell gestaltete Freibereich wird die unterschiedlichen Anforderungen der beiden Altersgruppen (Krippenkinder und Kindergartenkinder) abdecken
  • Das Gebäude wird aus Gründen der Nachhaltigkeit und zur Pufferung von klimatischen Spitzen in Massivbauweise mit Ziegelmauerwerkswänden und Stahlbetondecken erstellt
  • Die Beheizung des Gebäudes erfolgt über eine Luftwärmepumpe
  • Die Belüftung wird über dezentrale, Co2-gesteuerte Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung bewerkstelligt
  • Auf der südlich ausgerichteten Dachfläche sorgt eine groß dimensionierte Photovoltaikanlage für klimaneutrale Stromerzeugung – in der Heizperiode hauptsächlich zur Unterstützung der eigenen Wärmepumpe
  • Größe: Nettogeschossfläche 1.256,00 m²
  • Kosten: Derzeit mit Quartiersplatz brutto 7,7 Mio €



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